Kirche Breitenbrunn

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Willkommen auf der Websit der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Breitenbrunn!

DAS GEISTLICHE WORT

Mit einem herzlichen “Glück auf!” grüßen wir Sie und heißen Sie auf der Webseite der

Ev.-Luth. St. Christophorus-Kirchgemeinde Breitenbrunn

willkommen.
Diese Internetpräsenz soll Ihnen die Möglichkeit bieten, unsere Kirchgemeinde kennen zu lernen.
Informieren Sie sich über aktuelle Ereignisse oder nehmen Sie sich etwas Zeit und lesen Sie eine Andacht. Seien Sie herzlich eingeladen zu unseren Veranstaltungen.

Liebe Gemeinde,

immer wieder gibt es Streit innerhalb von Gemeinden und zwischen unterschied­lichen Kirchen über die Taufe. Auch in unserer Gemeinde gibt es darüber unterschied­liche Ansichten.
Das Wichtigste scheint mir dabei zu sein, dass wir als Christen zusammenbleiben. Dass wir uns gegenseitig als Christen anerkennen und uns in der Liebe begeg­nen, die Christus uns vorgelebt hat.
Das heißt aber nicht, dass man immer einer Meinung sein muss. Wir sollten Zusammenblei­ben trotz unterschiedlicher Ansichten. Gemeinsam um die Wahrheit ringen – und das in Verbundenheit – das ist für mich der richtige Weg einer Gemeinde.
Daher möchte ich mich an dieser Stelle grundsätzlich zum Thema Taufe äußern und einige Fragen dazu aufgreifen:
Warum taufen wir?
Jesus selbst nennt uns keinen Grund, warum wir taufen sollen. Er gibt schlicht­weg den Auftrag zu taufen: „Darum gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ (Mt. 28,19) Mein Gehorsam gilt meinem Herrn Jesus, deshalb werde ich diesen Auftrag aus­führen.
Was ist die Taufe?
Die Taufe ist kein Eintritt in die Gemeinde, auch wenn diese beiden Ereignisse oft zeitlich zusammenfallen.
Wenn ich wissen will, was die Taufe ist, dann ist es ratsam die Bibelstellen zu untersuchen, die über die Taufe schreiben. Insbesondere setzt sich der Apostel Paulus mit der Frage auseinander, was die Taufe ist. Kolosser 2,12 „Mit ihm seid ihr begraben worden in der Taufe; mit ihm seid ihr auch auferweckt durch den Glauben aus der Kraft Gottes, der ihn auferweckt hat von den Toten.“
Taufe ist ein geistliches Geschehen. Bei der Taufe verändert Gott die Wirklich­keit. Neues Leben wird mir geschenkt. Man kann die Taufe vielleicht mit der Unterschrift eines Notares vergleichen. Ein Stück Papier wird unterschrieben und ein Haus gehört plötzlich einem anderen. So haben wir einen neuen Besitzer: Gott.
Ob der Besitzer ins neue Haus einzieht, muss er selbst entscheiden. Auch der Getaufte muss sich für die Gnade Gottes entscheiden. Das ist der Glaube.
Ist die Taufe notwendig zum Heil?
Jesus Christus spricht: „Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.“ Damit kann eine Antwort nur lauten: Ja, die Taufe ist in Verbindung mit dem Glauben heilsnotwendig. Taufe und Glaube sind unser Weg zum Heil, den wir gehorsam gehen.
Die Taufe allein bringt uns nicht in den Himmel. Zu Glauben und sich trotz der Möglichkeit der Taufe nicht taufen zu lassen, bedeutet, dem Herrn den Gehor­sam zu verweigern.
Die Bibel kennt auch den Weg zu Gott ohne Taufe, wie wir im Kreuzesgeschehen lesen: „Heute wirst du mit mir im Paradiese sein.“ (Lk 23,43). Diese Möglichkeit Gottes zu erretten, wen er will, ändert nichts an dem Weg, den er uns mit Taufe und Glaube aufgezeigt hat.
In welchem Alter sollte getauft werden?
Ich halte die Kindertaufe und Säuglingstaufe für biblisch richtig. Auch wenn die Situation damals erforderte, das zuerst die Erwachsenen getauft wurden. Man kann schlecht hingehen und fremde Kinder taufen.
Die Frage ist ja, was machen die Getauften mit ihren Kindern. Für mich geben die Bibelstelle hier eine Auskunft, die davon reden, dass jemand zum Glauben kommt und sein ganzes Haus taufen lässt (vgl.: Apg 16,15). Es ist für mich nicht vorstellbar, dass all diese Häuser ohne Kinder gewesen sein sollten.
Wenn sich Eltern dafür entscheiden, ihre Kinder erst später taufen zu lassen, wird das in der Gemeinde akzeptiert. Meist steht der Wunsch dahinter, dass sich die Kinder selber für Jesus entscheiden. Entscheidend ist auch hier, dass die Kinder im Glauben erzogen werden.  
Die Frage ist dann: Wann hat man das richtige Alter erreicht? Mit 3, mit 5, mit 10, mit 15 Jahren?
Christus spricht: „Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solchen gehört das Reich Gottes.“ (Lk 18,16) Wenn Jesus den Kleinsten alles schenkt, wie kann ich dann entscheiden, dass mein Kind noch nicht bereit ist, die Taufe zu empfangen?
Was ist das Problem, wenn sich jemand nochmals taufen lässt?
1. Kor. 12,13: „Wir sind durch einen Geist alle zu einem Leib getauft, wir seien Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geist getränkt.“
Durch die Taufe gehören wir zu Christus und wir gehören als Christen zusam­men. Wenn jemand die eigene Kindertaufe ablehnt, dann stellt er damit letzt-endlich infrage, ob die, die als Kinder getauft sind, wirklich zu Jesus Christus gehören. Es steht die Aus­sage im Raum: „Bei dir fehlt noch etwas, eigentlich müsstest du dich nochmal taufen lassen.“ Dadurch gerät die Einheit der Gemeinde in Gefahr. Wie wichtig diese Einheit der Gemeinde ist, betont Paulus in fast allen seiner Briefe.
Liebe Gemeinde, die angeführten Antworten sind meine Überzeugungen, die aus meiner Sicht mit der biblischen Botschaft und dem Bekenntnis unserer Kirche übereinstimmen. Nichts destotrotz weiß ich, dass unser aller Wissen Stückwerk ist. Deshalb appelliere ich nochmals eindringlich: Lassen Sie uns auch bei unter­schiedlichen Ansichten in Liebe und Verbundenheit als Gemeinde Christi zusam­men bleiben, auch wenn es hin und wieder Streit über verschiedene Ansichten und Auslegungen gibt.

Gottes Segen wünscht Ihr Pfarrer Vögler
N A C H R I C H T E N

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12.11.2019
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